Jahresbericht 25/26 des Präsidenten

Viele fröhliche Gesichter in und neben den Hallen, das war einer meiner Wünsche für das vergangene Jahr. Dieser Wunsch ging vollkommen in Erfüllung. Zu sehen, mit wie viel Freude und Engagement dieser Verein unterwegs ist, motiviert mich jeden Tag neu. Vielen Dank für diese Momente und vielen Dank an alle Personen, die sich jeden Tag für Lioness engagieren.

Das Vereinsjahr startete im Juni mit der Mitgliederversammlung im Volkshaus. Die Versammlung wählte Florence Wälchli und Matthias Glauser neu in den Vorstand. Die beiden haben sich sehr schnell in die wichtigen Aufgaben Material und Finanzen eingearbeitet. Christoph Dütsch (Schiedsrichter und Beisitz) und Markus Schenardi (Präsident und Spielbetrieb) führen ihre Ämter weiter.

Das sportliche Jahr ging reibungslos über die Bühne. Ein Novum war die Zusammenarbeit mit Laupen mit dem Team U17A. Mehrere Lioness-Spielerinnen ergänzten das Leistungsteam und konnten wichtige Rollen im Team übernehmen. Das zeigt die Ausbildungsqualität von Lioness. Es zeigt aber auch, dass der Verein aktiv Verantwortung übernimmt und jeder Spielerin die Möglichkeit gibt, auf ihrem Niveau zu spielen.

Mit diesen Teams war Lioness im Vereinsjahr 25/26 unterwegs. Die Beurteilung der eigenen Leistung überlasse ich den Coaches und den Spielerinnen:

  • Frauen 1. Liga (6. Platz)
  • U21B (9. Platz)
  • U17A mit Laupen (Playoff-Halbfinal)
  • U17B (6. Platz)
  • C blau (3. Platz)
  • C weiss (6. Platz)
  • D-Nord (4. Platz)
  • D-West (6. Platz)
  • Unihockeyschule Nord (keine Meisterschaft)

Organisatorisch war das Jahr geprägt vom Aufbau der neuen Geschäftsstelle. Zusammen mit den 3 weiteren Vereinen von Zürich und gefördert von der Stadt Zürich wurde unter Federführung von Markus Schenardi das Konzept für die Geschäftsstelle erarbeitet und im März der Entscheid getroffen, dieses Vorhaben zu realisieren. Die Geschäftsstelle wird mit 3 Personen und 90 Stellenprozent im Mai 2026 den Betrieb aufnehmen und dann sukzessive so viele administrative Aufgaben wie möglich übernehmen, so dass sich die Personen im Verein auf ihre sportlichen und strategischen Aufgaben konzentrieren können.  

Die Sportkommission bestehend aus Oliver Diem (Leitung), Marisa Kuny, Noemi Serafini, Stephanie Jucker und Andi Melchior hat auch in diesem Vereinsjahr intensiv gearbeitet und insbesondere dafür gesorgt, dass alle Spielerinnen in dem für sie geeignetsten Team spielen können und dass immer und überall Trainer:innen in der Halle und an der Seitenlinie standen. Neben dieser Aufgabe waren sie auch sehr engagiert in Trainings und Meisterschaft mit dabei.

Das Unihockeyschüeli war erneut ein grosser Erfolg. Über 70 Teams haben mit viel Freude insgesamt 3 Tage Unihockey gespielt. Am Finaltag führten wir im Anschluss den Chlausapéro durch und das Heimspiel der Frauen. Das bewährte OK Schüeli unter der Leitung von Marcel Natz wird im 2026 die Organisation an neue Personen übergeben, aber punktuell noch unterstützen.  

Aus dem Projekt Atleta Mädchenförderung der Stadt Zürich erhalten wir drei Jahre lang einen namhaften Förderbeitrag mit dem Zweck, noch mehr Mädchen das Unihockeyspielen zu ermöglichen. Mit verschiedenen Massnahmen versuchen wir, dieses Ziel zu erreichen. Es geht aber nur dann, wenn sich weitere Personen engagieren. Nicht nur im Training und an der Bande brauchts Unterstützung, sondern auch im Vorstand. Wenn dann Trainerinnen gefunden werden, muss noch die Stadt mitspielen und genügend Hallenkapazitäten anbieten, was vor allem im Winterhalbjahr derzeit fast unmöglich ist, namentlich in der für Juniorinnen geeigneten Zeitspanne von 17 bis 20 Uhr.  

Mit dem Weltmeisterinnentitel im Dezember 2026 schrieben die Schweizer Unihockeyspielerinnen Geschichte. Das Echo in den Medien und der Community war gewaltig und der Titel ist omnipräsent. Frauenunihockey erlebt seither einen noch grösseren Boom. Immer mehr Mädchen wollen Unihockey spielen. Jede Woche treffen Anfragen für Probetrainings ein und in meiner Erinnerung zum ersten Mal müssen wir längere Wartelisten führen und Mädchen auf später vertrösten.

Am 28. März 2026 feierte Lioness offiziell Geburtstag! Vor genau 25 Jahren wurde der Verein als Zusammenschluss verschiedener Organisationen gegründet. Das grosse Jubiläumsfest folgt dann im Mai 26.

Stand 30. April 2026 spielten 117 Mädchen und Frauen bei Lioness aktiv mit. Nach den schon verarbeiteten Austritten sind das exakt gleich viele wie vor einem Jahr, mit einem Unterschied:
33 Mädchen stehen auf der Wartliste und viele davon können nach den Frühlingsferien das erste Probetraining besuchen. Damit erwarte ich volle Teams nicht erst im Sommer wie bisher, sondern bereits wenige Wochen nach Trainingsstart.

Das finanzielle Ergebnis liegt im budgetierten Rahmen mit einer Ausnahme: Die bereits vorgesehenen Kosten für die Geschäftsstelle sind nicht angefallen, da diese viel später als erwartet realisiert werde konnte. Aus diesem Grund resultierte ein nicht vorhersehbarer Gewinn.

Ausblick auf das Vereinsjahr 26/27

  • Die personellen Sorgen halten an. Im sportlichen Bereich sind zu viele Aufgaben auf zu wenig Personen verteilt. Wir brauchen namentlich weitere Personen mit Unihockeyerfahrung, die unsere Spielerinnen weiterentwickeln können. Hier wünsche ich mir insbesondere, dass auch aus den (älteren) Teams heraus mehr Spielerinnen den Weg als Trainerin oder Schiedsrichterin einschlagen und so den jüngeren dasselbe ermöglichen, was sie bekommen haben. Im organisatorischen Bereich muss der Vorstand vergrössert und für die Zukunft vorbereitet werden. Gesucht werden mindestens ein:e Vizepräsident:in und eine Person für das Ressort Kommunikation/PR. Schon sehr lange fehlt auch die sportliche Leitung im Vorstand.
  • Finanziell betrachtet steht der Verein (noch) solide da. Durch die Förderung der Stadt im Rahmen des Atleta-Programms haben wir die Möglichkeit erhalten, unsere Strukturen zu optimieren und Teile zu professionalisieren (Geschäftsstelle) sowie unseren Trainer:innen für ihr grosses Engagement einen kleinen Betrag zu bezahlen, so dass zumindest die Auslagen für die Wege gedeckt sind. In Zukunft muss die in zwei Jahren entstehende Lücke von Atleta dann gefüllt werden. Eine Möglichkeit sind Sponsoren, diese sind aber aktuell sehr schwierig zu finden und auch da fehlt die Zeit für die aktive Suche.
  • Ein Schwerpunkt im neuen Vereinsjahr ist sicher die Etablierung der Geschäftsstelle und die damit kommenden Veränderungen in unseren Prozessen. Die Wege werden etwas länger und unpersönlicher werden, es wird noch mehr Standardisierung brauchen. Eigentlich untypisch für einen Verein, aber dafür gewinnen viele Leute Zeit, die sie dann wieder für den Sport einsetzen können.

Für das Vereinsjahr 26/27 wünsche ich mir, dass wir möglichst vielen interessierten Spielerinnen einen Platz anbieten können und dass sich weitere Personen dafür engagieren. Sport verbindet, bietet Perspektive und Sicherheit. Sport ist die beste Prävention, sorgt für viele Emotionen und es entstehen damit neue und oft langfristige Freundschaften.

Ich bedanke mich bei allen für das Engagement und das Vertrauen!

Hopp Lioness!

Euer Präsident, Markus Schenardi

markus.schenardi@lioness.ch
markus.schenardi@lioness.ch